PRO und CONTRA 'Ancestry.de'.

Archivgut frei zugänglich machen !
Gegen Kommerzialisierung !

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PRO und CONTRA 'Ancestry.de'.

Beitragvon -sd- » 22.09.2008, 09:30

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Weitere inhaltlich ergänzende, vertiefende Informationen zu 'Ancestry.de'.

Siehe > http://forum.transoceanic-emigration.ne ... .php?t=185
'Ancestry.de: Privatwirtschaftlich ausgerichtet.'

Siehe > http://forum.transoceanic-emigration.ne ... c.php?t=95
'Kommerzialisierung oder Prinzip des offenen Zugangs ?
'

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Klaus Köppe, Bremen, schreibt am 20. September 2008 in der compgen-Liste:

Ancestry.de senkt Preise

und löst damit unbeabsichtigt eine lebhafte FÜR und WIDER-Mail-Diskussion aus.

Vielleicht ist noch nicht jedem bekannt, daß Ancestry.de den Preis für die Jahres-
mitgliedschaft von 9,95 EUR / Monat auf 9,95 EUR / Jahr drastisch gesenkt hat.
Vielleicht lohnt es jetzt für einige eher, eine Mitgliedschaft abzuschließen.


URL: http://www.koeppenet.de

--

Gerd Schmerse reagiert:

Moin Klaus Koeppe,

> Vielleicht lohnt es jetzt für einige eher,
> eine Mitgliedschaft abzuschliessen.

Werbung für die sollte man hier erst machen, wenn sie ihre Informationen
kostenfrei anbieten, so wie unser Verein es auch macht ...


--

Dirk Peters, Ketzin, schickt "Viele Grüße aus dem warmen Südchina" und führt aus:

Hallo alle miteinander, wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn ich einen Auszug
aus einer der Volkszählungen in Mecklenburg im Schweriner Archiv abfordere, kostet
mich das grob geschätzt 40 bis 50 Euro, je nach Umfang. Wenn ich den Eintrag
verwenden kann und feststelle, der nächste Vorfahr oder die Ehefrau kommt gar
aus dem Nachbardorf, dann frage ich nochmal an und wieder ist das Geld weg.
Für 10 Anfragen kommt da eine Menge zusammen.

Ich kann natürlich auch hinfahren und den Tag im Archiv verbringen. Das kostet
dann insgesamt etwas weniger. Habe ich allerdings eine weite Anreise, kommt das
Hotel hinzu, usw. Die Alternative ist, zu warten, bis die Kollegen im Norden alles
in der Datenbank haben (deren Arbeit man nicht hoch genug einschätzen kann),
oder mich für einen Monat bei ancestry.de anzumelden und die Daten inklusive
der Bilddateien herunterzuladen. Dies wird deutlich billiger.

Das Problem ist doch nicht ancestry.de. Das Problem ist doch, daß es in Deutschland
gar nicht die Kapazitäten gibt, um die Daten alle in einer akzeptablen Zeit zu erfassen
und in einer derartigen Qualität zu präsentieren. Dies könnten wir auch als Verein
nicht stemmen. Dies sicherlich auch in Anbetracht der Archivkosten, denn die Unterlagen
würden auch an den Verein mit Sicherheit nicht für Null herausgegeben.

Es sollte also jener ancestry.de nutzen, der es will, alle anderen können es ja sein lassen.
Solange allerdings bei ancestry.de im Gegensatz zu anderen Webseitenbetreibern keine
unseriösen Angebote vorkommen, sollte man aufhören, ihnen schlechtes nachzusagen,
nur weil sie mit Arbeit Geld verdienen wollen. Die Verschwendung von deutschen
Steuergeldern ist schließlich nicht das Problem von ancestry.de sondern von deutschen
Behörden. Und für deren Arbeit sind wir letztlich selber zuständig.


www.genealogie-peters.de http://worldconnect.rootsweb.com/cgi-bi ... dirkpeters

Mitglied u.a. auch im Verein für Computergenealogie.

--

Helga Scabell geht hauptsächlich auf die Äußerungen von K. F. ein:

Das kann ich so nicht stehen lassen. Ancestry stellt nur die Basic Version für 9,95 Euro frei.
Wenn man Daten braucht, wird man ganz schnell auf den Monatsbeitrag von 21,96 Euro
(jährlich 199,00 Euro) verwiesen.

Wir zahlen 35 Euro im Jahr und erhalten dafür auf jeden Fall vier Hefte 'Computergenealogie'
und das Sonderheft hast Du bestimmt auch gerne gelesen.
Wir bereiten gerade das neue Sonderheft vor.

Vielleicht rechnest Du einmal die Kosten für die Hefte sowie die bereits erhaltenen CD/DVD
im Jahr zusammen und überlegst dann noch einmal ob der Vergleich stimmt.
Unsere Datenbanken gibt es ja noch obendrauf.


Hälst du es für richtig, daß in Hamburg mit staatlichen Steuergeldern die Auswandererlisten
abgeschrieben wurden und eben diese von unseren Steuergeldern bezahlten Arbeiten nun
auch noch von einer amerikanischen kommerziellen Firma gegen Bares an uns verkauft
werden ? Für mich kommt das jedenfalls nicht in Frage.

Vielleicht solltest Du Dich auch einmal mit dem Hintergrund der Firma beschäftigen. Das ist
sehr interessant, zu welchem Verein diese Firma gehört. Aber Tom Cruise ist ja auch sehr
beliebt.

Bei uns geht jedenfalls alles ehrenamtlich und kostenfrei. Wenn Du uns hilfst, in Deiner
Freizeit Daten abzuschreiben und diese - wie wir es tun - dann veröffentlichen, dann
kommen wir auch noch an diese Zahlen heran.

Werbung sowie Zusammenarbeit, die uns schon mehrfach angeboten wurden, lehne ich
jedenfalls komplett ab und würde auch sofort meine Ämter niederlegen und aus dem
Verein austreten, wenn dem so wäre. Aber keine Sorge es ist alles im grünen Bereich.

Helga (Scabell)


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Weitere Informationen zum Verein für Computergenealogie e.V. > www.compgen.de

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"Hallo Dieter, Du kannst meinen Beitrag übernehmen. Gruß, Klaus"

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"... ich bin einverstanden, daß Du dies öffentlich zitierst. Gruß, Gerd (Schmerse)"

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Viele Grüße, Dirk (Peters)"

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"Hallo Dieter, gegen eine Einstellung in Deinem Forum habe ich nichts einzuwenden.
Gruß, Helga (Scabell)"

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