Theo, wir fahr'n nach Lodz.

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Theo, wir fahr'n nach Lodz.

Beitragvon -sd- » 08.07.2014, 15:15

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Der Liedtext bezieht sich ursprünglich auf den industriellen Aufschwung der Stadt
Lodz, der dazu führte, daß weite Teile der Landbevölkerung die Dörfer verließen
und in die Stadt zogen ("Ich habe diese Landluft satt..."). Die Juden der Stadt Łódź
sagten etwas spöttisch "Itzek, komm mit nach Lodz ..." während deren Aufstieg zur
Industriemetropole. Aber es gab auch zahlreiche andere Versionen so, "Leo, wir geh'n
nach Lodz, wir bau'n ein Haus und eine Fabrik ...". Noch heute gilt die Stadt als
außergewöhnliches Beispiel für Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts.

1914 wurde das Lied abgewandelt zum Soldatenlied der österreichischen Armee.
Die Armee besang dabei mit "Rosa, wir fahr'n nach Lodz" ein Geschütz namens Rosa.


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Der Ursprung des Lieds 'Theo, wir fahr'n nach Lodz'
und dessen Entstehungsgeschichte.


'Theo, wir fahr’n nach Lodz' ist der Titel eines Schlagers von Vicky Leandros
aus dem Jahre 1974, der zum Evergreen wurde und auf das ältere Lied
'Rosa, wir fahr’n nach Lodz' von Fritz Löhner-Beda und Artur Marcell Werau
aus dem Jahr 1915 zurückgeführt wird.

Der Ursprung des Liedes geht vermutlich auf ein Landknechtslied aus dem
Dreißigjährigen Krieg zurück
. Historischer Hintergrund des Liedes ist die
polnische Stadt Łódź.

Im 19. Jahrhundert entstand ein Text, der sich auf den industriellen Aufschwung
der Stadt bezog, welcher dazu führte, daß weite Teile der Landbevölkerung
die Dörfer verließen und in die Stadt zogen ("Ich habe diese Landluft satt …").
Die Juden der Stadt Łódź sangen spöttisch 'Itzek, komm mit nach Lodz …'
während ihres Aufstiegs zur Industriemetropole und setzten dabei ironisch
die Stadt dem gelobten Land gleich.

Aber es gab auch zahlreiche andere Versionen so z. B.
'Leo, wir geh’n nach Lodz, wir bau’n ein Haus und eine Fabrik …'
Noch heute gilt die Stadt als außergewöhnliches Beispiel für Industrie-
architektur des 19. Jahrhunderts.

Im Jahre 1915 veröffentlichten die beiden Österreicher Fritz Löhner-Beda,
ein Operettenlibrettist, und Artur Marcell Werau ihren Titel 'Rosa, wir fahr’n
nach Lodz'. Dabei handelte es sich um ein Soldatenlied (Marsch-Couplet),
denn deren "Rosa" war ein schweres Artilleriegeschütz, das von der böhmischen
Rüstungsfirma Skoda hergestellt wurde - dem Gegenstück zu Krupps
"Dicker Bertha" in Deutschland. Im österreichischen Originaltext ist Franzls
schwere Braut nichts anderes als der Mörser "Rosa", mit dem er bei Kriegs-
beginn die Hochzeitsreise nach Lodz antritt
. Das Lied war als persiflierender
'Hymnus über unsere 30,5 ctm. Mörser, genannt Rosa' gedacht.

Quelle: WIKIPEDIA
http://de.wikipedia.org/wiki/Theo,_wir_ ... _nach_Lodz


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"Rosa, wir fahr' nach Lodz !"
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=32206


Quelle:
Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VOB).

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